Die Historie

Die enge Verbindung der aktiven Seenotretter an der Küste mit den Förderern im Binnenland wird von der DGzRS immer wieder als eines der Standbeine der Gesellschaft bezeichnet.

In der Schwebebahnstadt Wuppertal wurde eine historische Form dieser Beziehung zwischen Küste und Binnenland wiederbelebt. Angelehnt an historische Vorbilder hat eine sechsköpfige Gruppe bestehend aus den vier ehrenamtlichen Mitarbeitern der DGzRS vor Ort, Petra und Wolfgang Böhle, Markus Meyer und Wolfgang Wohlers, sowie dem Unternehmer Dietrich W. Thielenhaus und dem Unternehmensberater Wolfgang D. Riedel ein ungewöhnliches Förderprojekt ins Leben gerufen.

Die Projektgruppe hatte sich vorgenommen, innerhalb eines Jahres so viel zusätzliche Spendengelder in Wuppertal zu mobilisieren, dass damit die Freiwilligenstation Maasholm an der Ostsee über mehrere Jahre finanziert werden kann.

Die Idee entstand anlässlich der Ausstellung Über Bürgersinn und Bürgermut”, die im Sommer 2010 im Wuppertaler Rathaus zu Gast war. Im Vorfeld hatten Recherchen ergeben, dass schon bald nach der Gründung der DGzRS im Mai 1865, nämlich im Jahr 1866, in den Städten Barmen und Elberfeld (heute Stadtteile von Wuppertal) Binnenbezirksvereine” gegründet worden waren. Diese Gründungen können wegen des außerordentlich frühen Zeitpunktes und der Entfernung zur Küste mit Recht als Pioniertaten bezeichnet werden. Von 1868 an waren dann – mit finanzieller Unterstützung aus den beiden Städten angeschaffte – Ruderrettungsboote im Einsatz, die den Namen BARMEN (auf der Station Norderney-Westland) und ELBERFELD (auf der Station Amrum-Stenodde) trugen.

Wir Wuppertaler wollen – wie unsere Vorväter – Verantwortung für eine Rettungsstation an der Küste übernehmen. Außerdem möchten wir mit dieser Aktion ein Zeichen setzen und den Namen unserer Stadt in der Öffentlichkeit mit einer positiven Nachricht verknüpfen”, erklärte die Wuppertaler Projektgruppe das Ziel ihrer Aktivität.