Die Taufe

22. September 2012

Die im Februar 2011 gestartete Wuppertaler Spendenaktion zur Unterstützung der deutschen Seenotretter hat ihr Hauptziel erreicht: Am Samstag, dem 22. September 2012, wurde in Maasholm das dort stationierte Seenotrettungsboot auf den Namen „Wuppertal“ umgetauft. Über 50.000 Euro an zweckgebundenen Spenden sind von Wuppertaler Bürgerinnen und Bürgern, Institutionen und Unternehmen aufgebracht worden, um die Finanzierung der Freiwilligen-Station an der Ostsee für einen längeren Zeitraum sicherzustellen. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat dies zum Anlass genommen, der Umbenennung des Bootes zuzustimmen. Wie Dr. Bernd Anders von der Bremer Zentrale des Rettungswerks bei der Taufe betonte, würdigt die DGzRS damit zum einen die maritime Solidarität und das außerordentliche Engagement der Spender sowie den unermüdlichen Einsatz der hierfür von Wuppertaler Bürgern ins Leben gerufenen Projektgruppe.

Oberbürgermeister Peter Jung, der die Schirmherrschaft über die Aktion übernommen hatte, zeigte sich in seinem Grußwort zur Taufe stolz, dass der Name der Stadt jetzt in der Ostsee präsent ist. „Die Projektgruppe hat so eine Idee verwirklicht, mit der schon unsere Vorväter eine Verbindung von der Stadt im Bergischen Binnenland hin zum Meer geschaffen hatten.“ Bereits 1868 hätten Ruderrettungsboote mit finanzieller Unterstützung aus Barmen und Elberfeld für mehr Sicherheit an der Nordsee gesorgt. „Wie schön“, so Jung, „dass die Tradition heute und unter dem Namen ‚Wuppertal’ fortgesetzt wird!“

Bei strahlendem Sonnenschein und musikalisch umrahmt vom Wuppertaler Shanty-Chor „Blaue Jungs“ gab die Taufpatin Veronique Mischke vor über 100 eigens dafür aus Wuppertal angereisten Gästen dem Seenotrettungsboot seinen neuen Namen: „Ich taufe dich auf den Namen WUPPERTAL und wünsche dir und deiner Besatzung allzeit gute Fahrt und stets eine glückliche Heimkehr“. Anschließend präsentierte das zur Taufe über die Toppen geflaggte Boot den Wuppertalern vor der Hafeneinfahrt seine Manövrierfähigkeit.